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Regional - Brouderbur (Bruderbrunnen), Fisch/Saargau

Eine besondere Kulturdenkmälertour mit Zeugnissen einer christlichen Bruderschaft auf dem Saargau, die an Kapellen und alten Wegekreuzen vorbei führt. Die Häufung der Wegekapellen und Kreuze zeugt noch heute von der Frömmigkeit der Menschen in früherer Zeit. Eine längere Wegstrecke auf dem Jakobspilgerweg lädt zum meditativen Wandern ein. Eine alte römische Nebenstrecke führt durch Feld und Wald.   

Länge

Wanderzeit

Anforderung

weitere Info

9,1 Kilometer

ganzjährig

mittel

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► Römerstraßen

Start / Ende   

Parkplatz an der Kirche St. Jakobus, Lithdorf-Rehlingen / Brouderbur; 54439 Fisch/Saargau 

Navi 

In der Heinert, 54439 Fisch / Saargau (Straße durchfahren bis außerhalb der Ortslage; K 126; rechts im Tal liegt die Kirche; sofern man nicht über die K 112 / aus Richtung Mannebach anfährt)   

 

Kurzbeschreibung
Der Brouderbur (Bruderbrunnen) bei Fisch/Saargau ist Zeugnis einer christlichen Bruderschaft, die 1724 durch den Jesuiten Wilz (Christenlehr-Brüderschaft) in die Pfarrei eingeführt wurde. Laienbrüder lebten im Bereich der Kirche Lithdorf-Rehlingen in einer Klause. Wann die Laienbrüder dort wieder auszogen ist nicht bekannt. Heute erinnert nur noch die einen Steinwurf weit von der Kirche entfernte Quelle, der „Brouderbur“ (Bruderbrunnen), an jene vergangene Zeit. Diese Quelle ist im Jahre 2007 wieder neu eingefasst und durch den Bau eines Pavillons für den Besucher zugänglich gemacht worden.

 

Die Kirche Lithdorf-Rehlingen ist eine Besonderheit. Sie gehörte zur alten Pfarrei Lithdorf-Rehlingen, die heute nicht mehr in der ursprünglichen Form existiert. Bekannt ist, dass sie mit zu den Pfarreien gehörte, die bereits im 10. Jahrhundert jährlich zum Grab des hl. Lutwinus in Mettlach wallfahrten mussten. Die Kirche liegt in  räumlicher Nähe zur antiken Römerstraße Trier-Metz, die westlich auf der Höhe des Saargaus an Fisch vorbeiführt, und unmittelbar am alten Jakobspilgerweg nach Santiago de Compostela. 

Bei dem über den Höhenrücken südlich von Fisch geführten Weg, dem sogenannten Firstweg, der in ziemlich gerader nord-südlicher Richtung über den Bergrücken führt, soll es sich um eine –wenig bekannte- römische Nebenstraße handeln. Hierfür sprechen römische Funde und Reste einer römischen Besiedlung. Die gerade Straßenführung ist ein charakteristisches Merkmal römischer Straßen.    

Tour-Download
Brouderbur, Fisch-Saargau.gpx (31.93KB)
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Streckenbeschreibung

Start
0,0 km - Brouderbur; Kirche Lithdorf-Rehlingen (erhalt des Stempels für Jakobspilger möglich); dem »Jakobspilgerweg« folgen – K 124 queren – geradeaus Jakobspilgerweg weiter Richtung Perl/Schengen folgen bis Körrig
3,1 km – Erreichen Ortslage Körrig – »Zum Albach« -  »Trierer Straße« links/queren und bergan »Saarburger Straße« - Verlassen Jakobsweg (rechts)/Nicht in der Straße »Kapellenweg«– sondern geradeaus - links - »Zum Hostenturm« - außerhalb der Ortslage – geradeaus weiter stark bergan an bis zur Kapelle auf der Höhe
4,2 km – Erreichen Bereich "Kapelle" - links den Teerweg nach  (Saarburg-)Hostenberg  
»» auf dem Hostenberg kann die Aussichtsplattform „Hosteberg“ (435 m ü.N.N.) mit einer überragenden Fernsicht weit über den Saargau und in das Saarburger Land aufgesucht werden
4,9 km - bei Erreichen der Siedlung Hosteberg etwa 400 Meter die Teerstraße (Hauptzufahrt)leicht abwärts – rechts weiter auf »G 12«/»SR«  - bergab
5,4 km – Erreichen der K 112 – hier rechts – „K 112/Einmündung K 124 (von rechts)“ – über Kreuzung weiter geradeaus - »SR«  - bis »Rettungspunkt 6305-430«
7,4 km - Erreichen Wegekreuz (links) und Rettungspunkt 6305-430 - Weg links talwärts folgen
8,4 km - Erreichen der K 112 - die K 126 mündet auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein – Straße K 112 überqueren und der K 126 in Richtung Fisch bergan folgen – an der Kapelle links in Richtung Kirche / Brouderbur – die Kirche ist bald gut zu sehen
9,1 km – Erreichen Kirche „Lithdorf-Rehlingen“ - »Brouderbur« 
-Tourende -

Höhenprofil der Tour

 

Die Strecke führt ganz überwiegend über geteerte Feldwege und geschotterte Wege abseits von Hauptverkehrsstraßen durch Feld und Flur. Vom Hosteberg hat man einen fantastischen Ausblick ins Saartal, Richtung Hunsrück und über den Saargau. Der Jakobspilgerweg folgt in etwa der überlieferten oder vermuteten alten Pilgerroute. Die angenommene alte Römerstraße führt relativ gerade durchs Gelände, aber mit Steigungen und Gefällen. 

 

Eindrücke auf meiner Tour